|
Wie kann ich meinen Hund am Besten schützen!
Was für Tierkrankheiten man in Spanien
beachten muss!
Wenn man mit seinem Hund nach Spanien kommt und sich
vielleicht noch in Spanien
niederlässt, wird man mit ganz anderen
Tierkrankheiten konfrontiert als in Deutschland.
Das liegt natürlich hauptsächlich an den
unterschiedlichen Klimaverhältnissen. So kämpft man in
Deutschland mit Mandelentzündungen und Erkältungen und als
wichtigste vorbeugende Impfung gilt nach wie vor die
Tollwutimpfung sowie auch die Impfungen gegen die üblichen
Infektionskrankheiten.
Hier in der Comunidad Valencia sind vor allem
Mücken und Zecken Ursache einiger wichtiger Erkrankungen:
-
·
Leishmaniosis
-
·
Erlichiosis
/ Rickettsiosis
-
·
Dirifilaria immitis (Herzwurm)
-
·
Parvovirosis (virale Magendarminfektion )
-
·
Hautallergien verursacht durch Sand, Staub
und Schwimmbadwasser oder Pflanzen,da die Pollen von
dem starken Wind verbreitet werden
-
Starker Wurmbefall bei ausgesetzten
Hunden
Leismaniosis

Wird von der Sandfliege (die Sandfliege ist
im Sommer aktiv zwischen Mai und September; sie ist
klein,gelb, summt nicht und verursacht auch bei uns recht
schmerzhafte Stiche) übertragen und kann sich in ganz
verschiedenen Formen äuβern.
Häufig sind starke Hautveränderungen zu
beobachten oder aber im schlimmsten Fall erleidet das Tier
ein Nierenversagen oder Leberversagen. Ein dramatisches
Symptom ist Nasenbluten.
Diese Krankheit ist nicht heilbar, doch durch
die heute verfügbaren Medikamente kann man die Krankheit oft
eindämmen und dem Hund noch viele lebenswerte Jahre
schenken.
NUR wenn der Hund schon ein NIERENVERSAGEN
hat, sollte man sich zu einer Euthanasie entschlieβen, denn
chronisches Nierenversagen ist in der Regel tödlich und
ziehmlich qualvoll.
In seltenen Fällen kann auch der Mensch an
Leishmaniosis erkranken
Der HUND kann Leishmaniosis aber NICHT auf
den Menschen übertragen. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

Verantwortlich ist der Stich der Sandfliege
und in der Regel trifft es STARK immungeschwächte Menschen
wie z.B. AIDSKRANKE. Da wir alle ständig von der Sandfliege
gestochen werden, ist es eigentlich eindeutig, dass wir von
Natur aus durch unsere Antikörper geschützt sind. Auch das
ist wissenschaftlich erwiesen ( In ärmeren Ländern (z.B.
Indien) ist Leishmaniosis weit verbreitet, sicherlich wegen
der schlechteren Lebensbedingungen, die ebenfalls zu einer
Immunschwäche führen).
Wie kann man seinen Hund schützen?
ES
GIBT KEINE IMPFUNG ES GIBT KEINE IMPFUNG
Eine Impfung muss zugelassen werden und ist dies der Fall
wird man sie uns Tierärzten schnell verkaufen und ich werde
Sie sofort informieren !!!!
Wir können versuchen
,uns vor der Sandfliege zu schützen
-
·
Insektenstecker
-
·
Mückennetz mit Permetrina einsprühen,
denn Sandfliegen sind kleiner als die Netzmaschen und
schlüpfen durch sie hindurch.
-
Permetrina für den Hund selber wird sonst
als Schutz gegen Flöhe eingesetzt, aber auch gegen die
Sandfliege (Spot-on oder Halsband)
Sandfliegen lieben die Dämmerung und hassen
den Wind . Im Haus können Sie in dunklen Ecken den ganzen
Tag verweilen.
Sandfliegen heissen Sandfliegen, weil sie die
Eier in die Erde legen und nicht ins Wasser . Viele glauben,
dass der Strand gefährlich ist für die Hunde aber ich
glaube eher, das Gegenteil ist der Fall, da es meistens am
Strand sehr windig ist.
Wie kann ich Leishmaniosis feststellen?
Man kann diese Parassiten NUR durch einen
Bluttest ermitteln !!oder durch Punktion des befallenen
Gewebes bzw Organes.
Es wäre ratsam, ca. im November oder
Dezember, einmal jährlich eine Blutuntersuchung zu machen,
um frühzeitig auf diese Krankheit reagieren zu können.
Was kann ich tun, wenn mein Hund schon
Leishmaniosis hat?
Die Behandlung besteht hauptsächlich aus drei
Komponenten:
-
·
Gucantim – das sind Injektionen, die für
mindestens 2 Wochen verabreicht werden müssen (diese
Injektionen können manchmal starke Nebenwirkungen
verursachen, daher ist eine ständige Kontrolle durch den
Tierarzt nötig. Klar ist die Unterscheidung der
Wichtigkeit des Medikamentes bei dieser Krankheit, die
tödlich verlaufen kann und die, der Nebenwirkungen, die
meistens wieder verschwinden, wenn das Medikament
abgesetzt wird) Glucantim sollte IMMER subcutan
verabreicht werden I.M ist zu schmerzhaft und I.V
unwirksam weil das Medikament schon nach 10 min wieder
ausgeschieden wird
-
·
Alopurinol – das ist ein Medikament,das man
Monate, mittunter Jahre geben muss. (Alopurinol hat in der
Regel keine Nebenwirkungen(Dalmatiner ausgeschlossen)
-
·
Aminosidina - Antibiotikum, das wir erst
seit kurzem aber mit Erfolg einsetzen es wurde eine Weile
in Italien benutzt.
-
·
Vitamine hier empfehle ich OPC, dammit
wird der Zellschutz gewährleistet und vieles mehr (ich
verweise auf Masquellier)
-
·
Prednisolon ist sehr wichtig ,um die hohe
Antikörperzahl zu reduzieren, die hauptsächlich die
Symptome verursachen . Ich würde Leishmaniosis als
Pseudoautoimmunkrankheit bezeichnen.
Erlichiosis
Das wiederum ist eine Krankheit, die durch
Zecken übertragen wird und ebenfalls im mediterranen Bereich
weit verbreitet ist.
Die Zecke überträgt die bakterienähnlichen
Einzeller ins Blut, wo diese die roten Blutkörperchen und
die Thrombozyten befällt; Anämie und kleine Blutungen können
die Folge sein.
Häufig leiden die Tiere unter Müdigkeit,
Fieber, Unwohlsein, manchmal magern sie ab. In schweren
Fällen können jedoch die Blutungen bleibende Schäden im
Rückenmark oder Gelenken verursachen. Diese Blutungen können
in jedem Organ vorkommen und dementsprechende Schäden
verursachen.
Die Erlichiosis selbst ist in der Regel
heilbar.
Was tun?
·
Insektenschutzmittel zur Zeckenbekämpfung
·
Blutunersuchung bei Verdacht auf Erlichiosis
Was kann ich tun, wenn mein Hund schon
Erlichiosis hat?
Die Behandlung besteht aus 2 Medikamenten:
·
Imizol – Injektion, die nach zwei Wochen
wiederholt werden muss
·
Doxicyclin – spezifisches Antibiotikum in
Tablettenform ( 6 Wochen )
Als Nebenwirkung kann hier eine
Magenschleimhautentzündung auftreten; daher muss dieses
Antibiotikum IMMER mit viel Futter verabreicht werden
·
Ev. Medikament zum Schutz der Magenwand
·
Prednisolon – bei starken Blutungen
Hat der Hund chronische Erkrankungen (z.B Wunden, die nicht
verheilen), die eigentlich mit herkömmlichen Medikamenten
bewältigt werden, dann sollte man auf jeden Fall einen
Bluttest machen, um Erlichiosis oder Leishmaniosis
auszuschliessen.
RICKETTSIOSIS

In den letzten 2 Jahren hatten wir diese Krankheit recht
häufig . Sie wird genauso behandelt wie die Erlichiosis (es
ist dieselbe Familie) aber die Symptome sind akut- d.h.
plötzliches hohes Fieber, Kreislaufversagen und
Nierenversagen ,wenn nicht behandelt kann sie zum Tode
führen . Häufiger passiert es allerdings ,daβ die Tiere
positiv, sind aber überhaupt keine Symptome zeigen.
ALLE 3
KRANKHEITEN KÖNNEN LATENT VORHANDEN SEIN UND EVENTUELL
VÖLLIG ANDERE ERKRANKUNGEN CRONISCH WERDEN LASSEN , WIE ZUM
BEISPIEL HAUTEKZEME SELTSAME UMFANSVERMEHRUNGEN DER HAUT(OFT
AN DER PFOTE BEI LEISHMANIOSIS )ETC
Dirofilaria Imitis oder der sogenannte
Herzwurm,
Das sind Parasiten, die von ganz normalen
Mücken übertragen werden. Die Larven vermehren sich im Blut,
wo man sie mittels Blutuntersuchung leicht lokalisieren
kann. Wirklich gefährlich kann normalerweise nur der
sogen. Herzwurm werden. Da sich die Larvenformen gleichen,
muss dann eine zweite Untersuchung vorgenommen werden. Diese
Krankheit ist hier nicht so verbreitet wie in manchen
anderen Gebieten, aber es gibt immer wieder Fälle.
Was tun?
Man kann seinen Hund medikamentös schützen.
Der Wirkstoff (Ivermectina) wird einmal
monatlich in Tablettenform (oder Spot on) gegeben, solange
die Mücke aktiv ist oder der Hund sich im gefährdeten Gebiet
aufhält. zum Beispiel Bologna (It)
Etwas komplizierter wird es, wenn der Hund
die erwachsenen Herzwürmer in den Venen oder Aterien des
Herzen haben, die behandlung hier zu besprechen geht zu
weit .
Aufmerksam sollten Sie werden wenn der Hund
Herzprobleme hat oder aber das Röntgenbild zeigt
ernsthafte Herzprobleme aber der Hund zeigt unerklärlicher
Weise keine Symptome.
(Parvovirosis oder virale Magendarminfektion)
Diese Krankheit ist sicherlich überall
vertreten und zeigt sich durch Durchfall, Erbrechen, mit
akutem Verlauf und betrifft vor allem Welpen, die noch nicht
geimpft sind. Da wir hier viele Tiere ohne Besitzer haben,
ist diese Krankheit sicherlich zu bedenken
Früherkennung und regelmässige Impfung sind
der beste Schutz. Leider können Welpen nicht immer gerettet
werden,wenn sie einmal infiziert sind
Als Abschlussword möchte ich noch einmal
darauf hinweisen, dass in jedem Land-Norden, Süden, Ost und
West andere Krankheiten wichtig sind. Zum Beispiel wird im
Norden Spaniens eine andere Krankheit von Zecken übertragen
als hier und dementsprechend andere vorbeugende Maβnahmen
ergriffen. Am Besten informiert man sich im jeweiligen Ort
beim Tierarzt.
Dieser Text soll nur zum Verständnis dienen. Es ist klar,
dass Ihr Tierarzt in seiner Therapie und seinen Erklärungen
sicher von den meinigen abweichen kann
Im Anschluss móchte ich
noch einmal auf unsere Situation aufmerksam machen. Hier
gibt es viele Tiere die auf engem Platz gehalten werden .
das gilt vor Allem für Katzen ,die gefüttert werden durch
privaten und öffentlichem Tierschutz .Trotz der Hilfe vieler
Menschen ,die sich für sie einsetzen ,haben wir hier viele
virale Epedemien ,die in diesem Ausmaβ
in Deutschland schon fast unbekannt sind. Bitte impfen Sie
Hunde und Katzen und kastrieren Sie auch den Kater , er
verbreitet hier das sogenannte Katzenaids ( FIV)
Geschrieben von:
Dr.
Nina Buschmann
Prozessionsraupe oder besser Procesionaria
del pino

Sie
werden Procesionaria genannt, weil sie sich in Reihen,
Prozessionen fortbewegen.
Ein
bisschen Biologie:
Hier
in Spanien ist am meisten die Thaumatopea pityocampa
vertreten .
Sie
gehört der Familie Thaumetopoeidae an und dem Orden der
Lepidoptera. Auch in anderen mediterranen Ländern ist sie
wohl bekannt.
Die
gesamte Entwicklung wird biologischer Zyklus genannt:
Im
Sommer legen die relativ unscheinbaren Schmetterlinge ihre
Eier auf den Piniennadeln ab .Circa im September ,Oktober
schlüpfen die Raupen, um dann ihre Nester zu weben, die sie
vor der Kälte schützen sollen.
Diese
Nester sind relativ gross , fast Fussballgross ,weiss
verwoben und hängen meist sehr hoch in den Bäumen. Sie
ernähren sich von den Nadeln und um die Nester herum wird
die Pinie braun. Im Feburar oder März, je nach
Klimaverhältnissen ( also wenn es wieder wärmer wird)
wandern die Raupen in die Erde (hier sehen wir die
Prozessionen) , sie verpuppen sich dort, werden zu
Schmetterlinge und legen wieder Eier ab.
Die
Pinie
Wenn
man um Feburar herum die Raupen über die Wege wandern sieht
, sieht das eigentlich wunderschön aus.
Doch
leider können sie für uns recht gefährlich werden ,und auch
der Schaden an den Pinien ist nicht unerheblich.
Dabei sind alle Pinienarten betroffen, jedoch mögen sie
diese Pinien wohl am liebsten ( Pinus nigra , Pinus
canariensis und Pinus sylvestris.) Selten sterben die Bäume;
es sei denn, sie sind noch jung , dann können sie schon
vertrocknen. Allerdings schwächt die Raupe die Bäume
sehr,und sie sind anfälliger für andere Krankheiten.
Wie
kann ich die Pinien schützen.
Das
ist leider nicht mein Fachgebiet, daher kann ich nur wenige
Hinweise geben
Es
gibt offensichtlich biologische und nicht biologische
Möglichkeiten.
Es
werden sogar Bakterien (Bacillus thuringiensis) und
Ferormone eingesetzt
Ich
möchte nur daran erinnern das permitrinhaltige
Insektenmittel auch für die nützlichen Insekten gefährlich
sind.
Eine
Möglichkeit ist es sicherlich , die Nester im Winter
herunterzuholen und zu verbrennen. Manche schiessen sie auch
herunter. Allerdings sollte man auch hier einen Fachmann
befragen, da Tageszeit und Klima von Bedeutung sind ; auβerdem
kann man dem Baum so auch noch mehr Schaden zufügen als der
Raupe selber. Wenn die Nester zur Abendstunde zerstört
werden, können die Raupen keine neuen bauen und erfrieren.
In Italien ist man sogar gesetzlich verpflichtet, die Raupen
in den Pienien zu bekämpfen b.z.w bekämpfen zu lassen.
Vorsicht: wie ich später noch erklären werde, jede Berührung
mit der Raupe verursacht Urtikaria (Quaddeln) ,also man
sollte nicht selbst ungeschützt und unerfahren aktiv werden.
Als
natürliche Feinde gelten die Tannenmeise (ähnelt der
Kohlmeise) und die Blaumeise . Hier sind künstliche Nester
von Bedeutung.
Unsere viel zu jungen Bäume geben diesen Vögeln wenig
Möglichkeiten zum Nesterbauen.
Warum die Procesionaria so gefährlich für uns
und unsere Tiere ist.
Die
Raupen sind mit vielen, vielen kleinen Häärchen besetzt, die
ein Gift beinhalten und bei Berührung mit Haut und
Schleimhäuten Histamin freisetzen Histamin ist der Stoff,
der allergische Reaktionen und Urticaria verursacht.
Die
Raupen verlieren auch diese Häärchen , sie befinden sich
dann in der Luft und können Irritationen der Haut , Augen
und Atemwege verursachen.
Das
gilt für Mensch und Tier
Spielerische und junge Hunde sind besonders betroffen, weil
sie die sich bewegenden schwarzen Streifen auf den Wegen
hoch interessant finden und sie versuchen sie mit der Nase
zu bewegen oder sogar abzulecken.
Die
Symptome sind offensichtlich. Es bilden sich ödematöse
Entzündungen am Maul Nase und Kopf; dh diese Körperteile
schwellen an. Wenn die Zunge betroffen ist, ist es besonders
schlimm, weil sie regelrecht absterben kann. Sollten die
Hunde versuchen die Raupen herunterzuschlucken oder auch nur
die Häärchen , schwillt es im Rachenraum an, es kommt zu
Erstickungsanfällen und Tod.
Soforthilfemaβnahme:
Immer so schnell wie möglich den nächsten Tierarzt aufsuchen
Wenn
möglich, das Maul mit warmen Wasser ausspülen,
Eine
persöhnliche Erfahrungen in der Praxis :
In
Italien im Feburar ist ein Patientenbesitzer mit seinem
Pferd ausgeritten. Auf dem Weg entdeckt er eine lange Reihe
Prozessionsraupen. Wütend steigt er vom Pferd ab und
versucht die Raupen mit seinen Stiefeln zu zertreten.
Nachdem ihm das gelungen ist, steigt er wieder auf sein
Pferd . Nach einer Minute sind beide Flanken des Pferdes
mit Quaddeln übersäht und er muβte
natürlich gleich den Tierarzt rufen.
An
seinen Stiefel sind Millionen der kleinen Häärchen der
Raupen hängengeblieben ,die er beim Aufsetzen auf das Pferd
übertagen hat.
Moral der Geschichte:
Sind
die Raupen einmal unterwegs ,kann man nicht mehr viel gegen
sie unternehmen NICHT BERÜHREN- NIEMALS. Aber in Panik
sollte man auch nicht geraten. Die Bekämpfung ist nach wie
vor schwierig und 100% der Bäume sind befallen. Wir werden
mit ihnen vorerst leben müssen. Man kann ihnen nur aus dem
Weg gehen und Pinadas sollte man in diesen Monaten vermeiden,
bis sie wieder verschwunden sind.
Home
|
Über uns
|
Krankheiten |
Therapie
|
Fotos |
Fahrplan |